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    Die Nebenwerte Aurelius, S&T, MBB und Datagroup punkten mit guten Nachrichten

    Die an dieser Stelle bereits vorgestellten Unternehmen S&T AG (WKN:A0X9EJ), Aurelius SE (WKN:A0JK2A), MBB SE (WKN:A0ETBQ) und Datagroup SE (WKN:A0JC8S) lieferten diese Woche eine Reihe guter Nachrichten. Grund genug sich die neuesten Entwicklungen rund um die Unternehmen einmal genauer anzusehen.


    S&T AG

    Den Auftakt machte die, an dieser Stelle bereits vorgestellte S&T,am Montag. Im Rahmen einer Pressemitteilung konnten die Linzer insgesamt drei neue (Groß-)Aufträge vermelden:

    Ein dem Segment „IoT Solutions – America“ zurechenbarer Vertrag wurde mit einer der größten chinesischen Airlines über 18 Mio. USD geschlossen. Der Bereich IoT ist dabei der margenstärkste Bereich der S&T und in Anbetracht der Zukunftsträchtigkeit langfristig betrachtet auch der wichtigste. Zudem gelang es über die Tochtergesellschaft Kontron neue Projekte im Bereich des autonomen Fahrens an Land zu ziehen (Volumen knapp 5 Mio. USD). Im Segment „IoT – Europe“ konnte als dritter Auftrag zudem eine Übereinkunft mit dem Energieversorger LINZ AG geschlossen werden. Hier war die Tochter S&T Smart Energy GmbH mit einem Abschluss mit einem Volumen über rund 10 Mio. EUR erfolgreich.


    Die S&T Aktie auf Sicht von 3 Monaten

    wallstreet-online.de


    Darüberhinaus konnte ebenso die Verlängerung mit CEO und Macher, Hannes Niederhauser, verkündet werden. Der neue Vertrag läuft dabei aber vorerst nur bis 30.06.2020.


    Meine persönliche Einschätzung:

    Erfreulich ist zu sehen, wie positiv sich die Auftragseingänge der Österreicher entwickeln. Dabei ist zwar das Volumen der Aufträge (insg. ca. 30 Mio. EUR) nicht übermäßig groß, interessant sind vielmehr die Geschäftsbereiche (IoT und Autonomes Fahren). Mit der fixen Personalie des CEO Herrn Niederhauser können die Langfristziele mit der Aufnahme in den M-Dax und einer Umsatzverdoppelung bis 2023 in Angriff genommen werden. Der Kauf ins Musterdepot zum Durchschnittskurs von 17,73€ scheint sich bisher als richtig zu erweisen. Interessant wird am 28. März 2019 die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 und dabei insbesondere der Ausblick auf 2019.


    Aurelius SE

    Auch der Beteiligungsspezialist aus Grünwald konnte in dieser Woche mit Neuigkeiten aufwarten. So wurden die Konzernzahlen für 2018 präsentiert und eine Basisdividende von 1,50 EUR vorgeschlagen. Dabei gilt diese in der Höhe als vorläufig und kann durch mögliche Exit Erlöse weiter ansteigen (Partizipationsdividende). Dieses Szenario erscheint mir persönlich als sehr wahrscheinlich, wurde doch u.a. im Dezember 2017 von Seiten des Konzerns mitgeteilt, dass „die positiven Ergebnisse aus den erfolgreichen Exits dieses Jahres gestreckt über mehrere Jahre ausgeschüttet werden“. Dadurch solle sichergestellt werden, „dass in 2018 und auch den Folgejahren nachhaltig attraktive Partizipationsdividenden ausgeschüttet werden können.“ Ein möglicher Verkauf der Beiteiligung Solidus könnte dabei nach meinen eingenen Schätzungen zwischen 300 und 480 Mio. EUR einbringen.

    In 2018 wurden insgesamt zwölf Unternehmen zugekauft. Interessant an der offiziellen Pressemeldung war zudem die Mitteilung, dass sich in 2018 eine „Vielzahl von Konzernunternehmen zur Marktreife entwickelt haben und somit im laufenden „mehrere lukrative Verkäufe zu erwarten sind“.


    Die Aurelius Aktie auf Sicht von 3 Monaten

    Quelle: wallstreet-online.de



    Meine persönliche Einschätzung:

    Die Wortwahl der Pressemitteilung, in der mehrere lukrative Verkäufe in Aussicht gestellt werden, werte ich persönlich als klaren Hinweis auf die künftige Entwicklung. Andernfalls würde es keinen Sinn ergeben sich an dieser Stelle unnötig weit aus dem Fenster zu lehnen. Erfreulich an den präsentierten Zahlen ist zudem, dass das operative EBITDA trotz der Verkäufen von profitablen Beteiligungen in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Der Abschlag auf den selbst ausgewiesenen NAV ist nach wie vor gegeben, rückblickend hat sich der Nachkauf zu 30,50 EUR ins Musterdepot bereits ausgezahlt. Mit der nahenden Dividende und möglichen Exits erscheint mir persönlich das Potenzial in der Aktie aber noch nicht ausgereizt.


    MBB SE

    Ebenso auf sich aufmerksam machen konnte die am 06.02. vorgestellte Berliner Industrieholding MBB SE. Im Artikel hatte ich auf eine mögliche Unterbewertung auf Basis der Cash Position in der Holding und den Werten der sonstigen Beteiligungen hingewiesen. Das Management der MBB SE hat diese Woche das (freiwillige) Angebot an die Aktionäre zum Aktienrückkauf der eigenen Aktien bis 89 EUR je Anteilsschein (ohne Erwerbsnebenkosten) bekannt gegeben. Nach dem abgeschlossenen Aktienrückkauf und dem anschließenden Einzug der zurückgekauften und bereits im Bestand befindlichen Aktien soll das Grundkapital um knapp 10 % sinken. Auch die beiden Gründer Nesemeier und Freimuth werden Anteile andienen.


    Die MBB Aktie auf Sicht von 3 Monaten

    Quelle: wallstreet-online.de


    Meine persönliche Einschätzung:

    Mit dem Aktienrückkauf, deutlich unter dem fairen Wert, zeigt das Management, dass es geschickte Kapitalallokation betreibt. Laut der offiziellen Meldung stehen auch nach dem Rückkauf und der Dividendenausschüttung (0,69 EUR Basisdividende) noch 300 Millionen EUR für Übernahmen zur Verfügung. Bei einer aktuellen Bewertung von 83 EUR beträgt die Differenz immer noch 6 EUR oder knapp 7 % zum Angebotspreis. Hierbei gilt es zu beachten, dass diese Bewertungslücke einen Hintergrund hat. So ist das Angebot, wie eingangs geschrieben, auf 9,8 % der existierenden Aktien begrenzt und somit besteht keine Garantie, dass ein Anleger für sämtliche seiner Aktien einen Zuschlag erhält. Nichtsdestotrotz erscheint mir die MBB auf dem aktuellen Niveau über ein attraktives Chance Risiko Verhältnis zu verfügen.


    Datagroup SE

    Der im baden-württembergischen Pliezhausen ansässige IT-Dienstleister hat heute (14.03.2019) seine Hauptversammlung abgehalten. Dabei war das Unternehmen bereits im Vorfeld mit einer Reihe guter Nachrichten aufgefallen. So konnte jüngst der gewonnene Großauftrag der Bankhaus Lampe Gruppe (für das IT-Outsourcing) über eine Laufzeit von 5 Jahren Volumen im mittleren zweistelligen Millionen EUR Bereich bekannt gegeben werden.
    Anfang Februar wurde bereits öffentlich, dass die Schwaben das Technology-Outsourcing der IKB Deutsche Industriebank AG für sich entscheiden konnten. Auch dieser Auftrag beinhaltet nach Unternehmensangaben eine Laufzeit von fünf Jahren mit einem Umfang im mittleren zweistelligen Millionen EUR Bereich.

    In der heute abgehaltenen Hauptversammlung wurde zudem die Anhebung der Dividende um 33 % von von 45 auf 60 Cent je Anteilsschein beschlossen. Im Ergebnis konnten in allen Bereichen Bestmarken aufgestellt werden. Die EBITDA-Marge entwickelte sich mit 12,6 % erfreulich.


    Die Datagroup Aktie auf Sicht von 3 Monaten

    Quelle: wallstreet-online.de


    Meine persönliche Einschätzung:

    Durch die kontinuierliche Gewinnung neuer Großaufträge mit mehrjähriger Vertragslaufdauer wird das langfristige Wachstum gesichert. Die Datagroup SE profitiert dabei weiterhin vom rasanten digitalen Wandel und wird dies aller Voraussicht nach auch weiterhin tun. So ergeben sich starke organische Wachstumsraten, was auch dem erfolgreichen Konzept der CORBOX und dem hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen geschuldet ist. Wichtig zu erwähnen in diesem Zusammenhang ist auch die hohe Kundenzufriedenheit des IT-Dienstleisters. Erklärtes Ziel der Schwaben ist es bis 2025 bei den Erlösen auf 750 Mio. EUR zu kommen, was ein jährliches Wachstum von ca. 20 % erfordert.

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    Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise und die Datenschutzerklärung. Der Autor hält derzeit Aktien der S&T AG, Aurelius SE, Datagroup SE.


    Quellen:

    http://www.snt.at/investor_relations/94385.de.php

    https://aureliusinvest.de/equity-opportunities/presse/pressemitteilungen/aurelius-veroeffentlicht-vorlaeufige-zahlen-fuer-das-geschaeftsjahr-2018/

    https://www.mbb.com/fileadmin/templates/downloads/ad-hoc/190313-MBB-Adhoc-Aktienrueckkauf-DE.pdf

    https://www.datagroup.de/tag/investor-relations/

    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11311483-dgap-news-datagroup-se-datagroup-hauptversammlung-beschliesst-abermals-erhoehte-dividende


    https://www.wallstreet-online.de


  • Aktien,  Blog

    Die Sixt SE – klassischer Autovermieter oder einer von Deutschlands führenden IT Konzernen?

    Der in Pullach im Isartal ansässige Familienkonzern hat vergangene Woche sein neues Mobilitätskonzept vorgestellt. Welche Phantasie bietet sich nun für Anleger und ist Sixt (WKN 723132 und 723133) wirklich die vom Vorstandschef beschriebene “IT Company mit angeschlossener Autovermietung”?


    Die 1912 von Martin Sixt, damals unter dem Namen „Sixt Autofahrten und Selbstfahrer“, gegründete Sixt SE startete mit nur 3 Automobilen ihr Geschäft. Sixt kann nach über 100 Jahren auf eine erfolgreiche Geschichte mit vielen Höhen und einigen Tiefen zurückblicken, so wurde während dem 1. und 2. Weltkrieg jeweils die komplette Fahrzeugflotte des Autovermieters konfisziert. Mittlerweile wird das Familienunternehmen seit mehreren Jahrzehnten von CEO Erich Sixt in dritter Generation geführt. 1986 folgte der Gang an die Börse. Im Mai 2015 wagte diesen Schritt auch die Tochter Sixt Leasing. Bekannt ist Sixt vor allem auch durch sein Aufmerksamkeit erregendes Marketing. So tauchten unter anderem bereits Angela Merkel, Oskar Lafontaine, Silvio Berlusconi und Horst Seehofer (wohl eher unfreiwillig) in den Sixt Kampagnen auf.

    Wenn von Sixt und Sixt Aktien die Rede ist, muss erwähnt werden, dass es zwei Gattungen der Sixt Aktie gibt. Dies sind zum einen die im S-DAX notierten stimmberechtigten Stammaktien an denen die Familie Sixt über die Erich Sixt Vermögensverwaltungs GmbH 58,3% hält. Daneben gibt es zusätzlich noch die stimmrechtslose Gattung der Vorzugsaktien.

    Dies ist besonders deswegen interessant, da beide Gattungen für den identischen Anteil an den Gewinnen von Sixt stehen. Die Vorzugsaktie notiert derzeit allerdings ca. 30 % niedriger als die Stammaktie. Somit ergibt sich ein interessantes Arbitrage. Historisch notierten die Vorzüge bereits immer mit einem Abschlag. Der Grund dürfte hierfür die S-Dax Notierung und die Stimmberechtigung sein über die die Vorzüge nicht verfügen.


    SIXT-STAMMAKTIEQuelle:https://about.sixt.com/
    Anzahl Aktien30.367.110
    Kurs (bei Erstellung des Artikels) 90,20€
    Marktkapitalisierung2.739.113.322
    AktiengattungNENNWERTLOSE STIMMBERECHTIGTE
    Wichtige IndizesS-DAX
    Streubesitz41,7%


    SIXT-VORZUGSAKTIEQuelle: https://about.sixt.com/
    Anzahl Aktien16.576.246
    Kurs (bei Erstellung des Artikels) 63,20 €
    Marktkapitalisierung1.047.618.747
    Aktiengattung NENNWERTLOSE STIMMRECHTSLOSE INHABER-STAMMAKTIEN
    Streubesitz100 %


    Mit einer jährlichen Rendite von ca. 14 % hat sich die Sixt Aktie um den Faktor 70 vervielfacht

    Quelle: wallstreet-online.de


    Für die letzten 10 Jahre steht eine Rendite von 1.600 % bei den Vorzügen

    Quelle: wallstreet-online.de



    Chancen

    Mit der neu gelaunchten Mobilitätsplattform “One” (über eine App) möchte Sixt seine Services (Autovermietung, Carsharing und Ride-Hailing/Taxi) zusammenführen. Das Angebot startete in Berlin und soll auf ganz Deutschland und anschließend Europa ausgerollt werden. Dabei treffen die Dienstleistungen von Sixt auf eine Basis von 20 Millionen Kunden (Quelle: Sixt) und sollen weltweit verfügbar sein. Als besonderern Clou möchte Sixt über die Plattform auch Dienstleistungen Dritter mit anbieten.

    Das Ziel ist dabei klar: Sixt strebt an mit der Plattform und den, nach Unternehmensangaben, 240.000 Fahrzeugen eine echte Alternative zum eigenen PKW darzustellen. Und dieses Vorhaben erscheint berechtigter denn je. So werden die Anforderungen an die allgemeine Mobilität weiter stark zunehmen. Laut dem Unternehmensberaterhaus PwC dürfte der Markt mit mobilen Dienstleistungen auf ein Volumen von bis zu 400 Milliarden Euro in 2030 kommen. Zusätzlich nutzt der Durchschnittsbürger seinen PKW gerade einmal eine Stunde pro Tag (lt. ARD Themenwoche „Mobilität“). In Anbetracht der hohen Kaufpreise stellt dies eine massive Ineffizienz im Umgang mit Ressourcen dar. Dabei ist Deutschland nach wie vor eine Autonation. In 2018 waren laut Statista über 46 Millionen PKW alleine in Deutschland gemeldet. Doch insbesondere die jüngere Generation verzichtet allzu oft auf einen eigenes Auto, das den Reiz eines Statussymbols dadurch verliert.

    Sixt stellt dem Bedarf drei Kernservices entgegen. Dies ist zum einen „SIXT rent“, als klassische Autovermietung. Diese soll zukünftig vom Kunden vollautomatisch per App gesteuert werden. Landet ein Kunde z.B. am Flughafen, kann dieser, noch im Flugzeug sitzend, über die App ein Fahrzeug auswählen (bis zu 30 min im Voraus) und dieses dann ohne Umschweife über den Schalter direkt am Parkplatz per App öffnen. Nach eigenen Angaben verfügt der Familienkonzern dabei weltweit über 2.200 Stationen. Künftig sollen dieser Bestand mit digitalen Stationen peu à peu ausgebaut werden.

    Mit dem Angebot von „SIXT share“ können Interessenten sehr flexibel auf das Carsharing Angebot zugreifen. Der mögliche Mietzeitraum reicht dabei von wenigen Minuten bis zu 27 Tagen. Das Carsharing soll dabei mit der Autovermietung übergreifend funktionieren.

    Als dritten Service soll die Plattform die Dienstleistungen rund um Taxi- und Transferfahrten abdecken. Dies erfolgt über den Teilbereich „SIXT ride“ in welchem, nach Angaben von Sixt, international über 1.500 Kooperationen bestehen was den Abruf von über einer Millionen Fahrer ermöglicht. So soll eines der weltweit größten Taxi-Netzwerke entstehen, dass die Abholung in unter 10 Minuten an möglichst vielen Standorten ermöglicht.

    Zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels hat die neu gelaunchte App welche alle drei Services vereint bei über 5.000 Bewertungen ein Durchschnittsranking von 4,8 bei 5 möglichen Sternen. Persönlich erscheint mir die Bedienung intuitiv und übersichtlich.

    Besondere Phantasie besteht bei Sixt zudem auch durch die zunehmende Internationalisierung, insbesondere in die USA. Zuletzt gab der Konzern etwa die Eröffnung der ersten Filliale auf Hawaii bekannt. Nach dem Eintritt in den USA in 2011 ist man mittlerweile, nach eigenen Angaben, mit 53 Standorten (20 davon an Top Flughäfen) bereits der viertgrößte Anbieter im Land. Dabei ist der Markt gigantisch: in den USA werden jährlich für den Gegenwert von 29 Milliarden Dollar Autos vermietet. Zum Vergleich: der gesamte weltweite Konzernumsatz von Sixt betrug in 2017 etwa 2,6 Milliarden Euro. Sixt betreibt mittlerweile 4 seiner 10 größten Stationen in den Vereinigten Staaten und arbeitet dabei sehr profitabel. CEO Erich Sixt kann sich dem eigenen Vernehmen nach bis zu 1.000 Standorte und eine Milliarde Umsatz in den USA in drei bis sieben Jahren vorstellen.

    Dass die konzerneigene IT Struktur in der Lage ist hohes Wertpotenzial zu erschaffen zeigte sich zuletzt auch am erfolgreichen Verkauf der 50 % Beteiligung am Carsharing Anbieter Drive Now. An diesem hatte Sixt maßgeblichen Anteil durch den Aufbau der IT Infrastruktur. Durch den Verkauf konnten in 2018 Erlöse von 209 Mio. Euro erzielt werden, die zum Teil an die Anteilseigner ausgeschüttet wurden und gleichzeitig für zukünftige Investitionen in die eigene Plattform zur Verfügung stehen.


    Entwicklung Umsatzerlöse Sixt in Mio. € (Quelle: finanzen.net)

    2011201220132014201520162017
    1.5631.5951.6641.7962.1792.4122.602


    Entwicklung Ergebnis vor Steuern Sixt in Mio. € (Quelle: finanzen.net)

    2011201220132014201520162017
    138,91118,57137,07159,05187,56223,50293,36


    Management

    Wie eingangs erwähnt leitet Erich Sixt in dritter Generation sehr erfolgreich die Geschicke des Familienunternehmens. Den fünfköpfigen Vorstand ergänzen dabei seine Söhne Alexander Sixt und Konstantin Sixt in der vierten Generation.

    Erich Sixt ist dabei ein absoluter Vollblutunternehmer der sein Studium aufgab um den Familienbetrieb zu übernehmen und an die Spitze zu führen. In Interviews lässt CEO Sixt gerne seine Unternehmermentalität durchblitzen und bekennt sich gerne auch mal als Gegner überbordender Bürokratie. Zudem setzte er bereits früh Schwerpunkte auf die Themen Marketing und IT, so war man beispielsweise Ende der 90er Jahre einer der ersten Konzerne überhauot der auf Cloud Dienste setzte. Von diesen stetigen Investitionen profitiert Sixt heute noch.


    Risiken

    Sixt trifft mit seinem Angebot auf massive Konkurrenz in einem hart umkämpften Markt. So haben sich bereits letztes Jahr die deutschen Schwergewichte Daimler und BMW zu einem eigenen Carsharing Dienst zusammengeschlossen. Auch das amerikanische Uber ist ein Schwergewicht in der Branche, so soll sich die Bewertung von Uber bei Börsengang auf stattliche 120 Milliarden Dollar belaufen. Auch der amerikanische Rivale Lyft drängt dieses Jahr noch an die Börse. Interessant an dieser Stelle: Sixt arbeitet zukünftig mit Lyft in den USA zusammen. Durch die angestrebten Kooperationen bei Sixt, können sich mehrere Wettbewerber ein Stück vom Kuchen, in einem Markt bei dem die Dienstleistungen rund um Taxifahrten und private Mitfahrgelegenheiten einen Wert von 285 Milliarden Dollar erreichen sollen, abschneiden.

    Nichtsdestotrotz bleibt das Geschäftsmodell nicht einfach. Die Konkurrenz von Sixt (u.a. Hertz, Avis, Europcar) kommt teilweise auf nur sehr geringe EK Quoten was daran liegt dass es ihnen schwer fällt ausreichend Gewinne zu erzielen. Sixt kann hingegen auf eine EK-Quote von annähernd 40 % (wenn man Sixt Leasing rausrechnet) blicken und befindet sich damit in einer komfortableren Position.

    Zusätzlich könnte ein konjunktureller Einbruch Sixt, zumindest temporär, treffen. Ausbleibende Gewinne in den Unternehmen könnten zu einer geringeren Investitionsbereitschaft in Mobilität führen. Zugute halten muss man Sixt an dieser Stelle, dass selbst im Krisenjahr 2009 kein Verlust verzeichnet wurde.

    Durch eine Abwertung der Restwerte der Fahrzeuge von Sixt Leasing können sich temporär negative Effekte für Sixt ergeben.

    Wie jeder Technologie Konzern ist auch Sixt jederzeit den Gefahren von Hackerangriffen ausgesetzt. Sollten hochsensible Daten angegriffen werden könnte ein Vertrauensverlust entstehen.


    Dividende

    Die Sixt SE aus Pullach im Isartal ist seit jeher ein attraktiver Dividendenwert. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten die Dividende Stück für Stück erhöht. Zuletzt konnte in 2018 eine spektakuläre Dividende von insgesamt 4 € je Stammaktie und 4,02 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet werden. Dieser Betrag setzte sich aus 1,95 € bzw. 1,97 € Basisdividende zuzüglich einer Sonderdividende von 2,05€ als Teil der Verkaufserlöse an Drive Now zusammen. Somit konnte der Konzern in Summe 188 Millionen Euro an die Anteilseigner auskehren. Für den Gewinn aus 2018 belaufen sich die Schätzungen für die in 2019 auszahlbare Dividende im Durchschnitt auf 2,48 €. Dies entspräche bei den Vorzugsaktien einer attraktiven Dividendenrendite von ca. 4 %. Darüber hinaus kauft das Unternehmen in regelmäßigen Abständen eigene Aktien zurück.


    Bewertung

    Wie eingangs erwähnt, erscheint insbesondere die Vorzugsaktie von Sixt (für Anleger die auf Stimmrecht und S-Dax Notierung verzichten können) ein attraktives Chance Risiko Profil aufzuweisen. Anleger erhalten hier zudem eine 2 Cent höhere Dividende im Vergleich zu den Stämmen.

    Für das laufende Geschäftsjahr 2019 belaufen sich die Schätzungen auf einen Gewinn pro Aktie von 5,31€. Bei einem Kurs von 63€ käme die Vorzugsaktie damit auf ein KGV von gerade einmal 11,8 für 2019. Kommendes Jahr würde dieses nach Schätzungen bereits auf 10,8 fallen. Auch auf Basis der Marktkapitalisierung zum Umsatz (1,18 in 2019) und dem Unternehmenswert im Verhältnis zum EBITDA (6,56 in 2019) ist das Unternehmen alles andere als teuer bewertet.

    Dabei muss berücksichtigt werden, dass Sixt bereits seit einigen Geschäftsjahren zweistellig im Gewinn zulegt. Für das abgelaufene Jahr 2018 rechnet Sixt selbst mit einem Plus im Ergebnis vor Steuern zwischen 15 bis 20%. Das Ergebnis könnte sich somit auf bis zu 345 Millionen € belaufen. Ebenso soll der Umsatz das vorangegangene Geschäftsjahr deutlich übertreffen.

    Vergleicht man Sixt mit den amerikanischen Konkurrenten klaffen deutliche Bewertungsunterschiede auf. So soll der amerikanische Konkurrent Lyft in der untersten Spanne mit über dem 8-fachen des Umsatzes bewertet an die Börse gehen. Dabei macht Lyft noch horrende Verluste wohingegen Sixt seit Jahrzehnten profitabel arbeitet.


    „Wer beim Börsengang 1986 umgerechnet 5000 Euro investiert hätte, wäre jetzt Millionär“, Erich Sixt, CEO.

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/auto-sixt-verschmilzt-autovermietung-und-carsharing_id_10391243.html


    Meine persönliche Einschätzung

    Die Sixt SE profitiert davon, dass im Konzern frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt wurden. So werden und wurden die Überschüsse seit Jahren in die IT-Infrastruktur und das Marketing investiert. Dies zahlt sich nun bereits seit längerem aus. So ist die Marke Sixt einerseits fast jedem Deutschen ein Begriff, andererseits erscheint die IT-Infrastruktur führend, was zuletzt durch den Verkauf der Anteile an Drive Now eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

    Insgesamt erscheint mir die Aktie deutlich attraktiver als vergleichbare Unternehmen im Sektor der Mobilität. So operiert Sixt bereits seit einiger Zeit äußerst profitabel, auch bedingt durch deutlich geringere Fixkosten als diese z.B. bei klassischen Automobilherstellern auftreten. Ich persänlich sehe Sixt dabei als einen Gewinner der Mobilitätswende. Die etablierten Autohersteller dürften zukünftig harten Gegenwind zu spüren bekommen. Schon jetzt erachten es junge Erwachsene als nicht mehr notwendig einen eigenen Führerschein zu besitzen, geschweige denn ein eigenes Auto.

    Sehr überzeugend empfinde ich zudem die konsequente Umsetzung der eigenen Ziele bei Sixt. So wurde eine Mobilitätsplattform angekündigt und nun überzeugend umgesetzt. In den nächsten 5 Jahren will Sixt in diese bis zu 100 Mio. Euro investieren.

    Ob Sixt am Markt zukünftig eher als als IT-Unternehmen wahrgenommen wird, muss sich zeigen. Mit der Einführung der neuen Plattform über die App erfolgt der nächste logische Schritt. Clever erscheint mir im Zuge dessen, dass Sixt mit seiner Plattform aktiv die Kooperationen mit Partnern sucht. Diese Strategie dürfte das Ziel der weltweiten Expansion weiter befeuern (bisher ist man in 110 Ländern weltweit präsent) und für vermehrten Umsatz auf der Plattform sorgen.

    Investoren profitieren beim Sixt Konzern offensichtlich von der aktionärsfreundlichen Unternehmenspolitik. So vereint der deutsche Marktführer (mit über 30 %) stetig steigende Gewinne und Dividenden mit einem umsichtigen Management. Bereits frühzeitig hat so Erich Sixt den Nachwuchs im Konzern integriert. Die Söhne bekleiden mittlerweile wichtige Führungspositionen im Vorstand.

    Risiken könnten sich durch konjunkturelle Abschwächungen und einen komplexen und stark konkurrenzgetriebenen Markt der Mobilitätsdienstleistungen ergeben.

    Abschließend die Frage an euch euch, liebe Leser: wie seht ihr die Sixt Aktie? Lasst es mich wissen und schreibt mir eure Meinung in die Kommentare oder direkt an kontakt@langfristanleger.net. Mein kostenloser Newsletter lässt sich hier beziehen, folgt mir auch gerne auf Twitter.



    Quellen

    https://about.sixt.com/websites/sixt_cc/German/2000/investor-relations.html#Aktien

    http://www.equitystory.com/download/Companies/sixt/factsheet_271_german.pdf,

    https://about.sixt.com/websites/sixt_cc/German/2999/news-details.html?newsID=1757357#news-EQS

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/auto-sixt-verschmilzt-autovermietung-und-carsharing_id_10391243.html

    https://www.focus.de/auto/news/auto-statistik-der-deutschen-liebstes-kind-steht-meistens-rum_aid_631077.html

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12131/umfrage/pkw-bestand-in-deutschland/

    https://t3n.de/news/sixt-testet-seinen-carsharing-dienst-in-berlin-1145190/

    http://www.equitystory.com/download/Companies/sixt/factsheet_271_german.pdf

    https://www.onvista.de/news/lyft-boersengang-in-vorbereitung-wettrennen-mit-uber-eroeffnet-197699375

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sixt_SE

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/neue-standorte-in-den-usa-wir-gehen-jetzt-nach-hawaii-erich-sixt-auf-expansionskurs/22920512.html?ticket=ST-1290084-Wa6W1aYKjjyqGq41zUeJ-ap6

    https://de.marketscreener.com/SIXT-SE-436599/fundamentals/

    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11289902-egbert-prior-sixt-mobilitaetsplattform

    https://www.aktienmitkopf.de/blog/podcasts/164-093-sixt-se-der-mobilitaets-it-konzern-in-der-analyse

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    Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode. Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen. Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen. Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden. 

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