Die Wirecard AG – ist Deutschlands derzeit umstrittenste Aktie ein Investment wert?

25.02.2019 – Die Wirecard AG (WKN: 747206) befindet sich seit Wochen im Rampenlicht der Berichterstattungen. Dabei zeigt sich der Aktienkurs volatil, wie es dies selten zuvor bei einem Dax Wert gegeben haben dürfte.


Auslöser der Kurskapriolen waren in diesem Fall vermehrte sogenannte “Shortattacken” im Zuge von Recherchen eines Journalisten der Financial Times (FT). Die Berichte handelten dabei von angeblichem Betrug in einer der vielen Wirecard Niederlassungen weltweit, in Singapur und wurden in drei Teilen veröffentlicht. Der Journalist der Financial Times, Dan McCrum, ist dabei kein Unbekannter. McCrum, Mitherausgeber des Blogs “Alphaville”, äußerte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über das Unternehmen Wirecard.

Breite Öffentlichkeitswirksamkeit erreichte er durch die Veröffentlichung einer “Studie” des “Researchhauses” Zatarra in 2016. Infolgedessen stürzte der Aktienkurs von Wirecard massiv ab (um rund ein Viertel des Börsenwertes). Die Vorwürfe verliefen damals im Sande und Ende 2018 kam die Staatsanwaltschaft München zu dem Schluss, dass es sich dabei um Marktmanipulation handelte. Gegen den Herausgeber der Studie läuft seitdem ein Ermittlungsverfahren.

Vergangenen Montag, 18.02.2018, gab die zuständige Finanzaufsicht Bafin zu Protokoll, dass zukünftig keine Wetten auf sinkende Aktienkurs bei Wirecard mehr möglich seien. Mit sofortiger Wirkung sei die Erhöhung von bestehenden Positionen oder der Aufbau neuer Positionen untersagt. Dieses Verbot umfasse sowohl den Aufbau neuer Positionen als auch die Aufstockung bereits vorhandener Bestände. Die Verfügung ist in Kraft bis zum 18.April 2019. Bie Begründung umfasst dabei unter anderem die Annahme über “ungünstigen Entwicklungen, die eine ernstzunehmende Bedrohung für das Marktvertrauen in Deutschland darstellen”.

Bei Leerverkäufen verdienen Personen Geld indem sie selbst nur geliehene Aktien verkaufen ums sie dann später nach einem Kurssturz günstiger zurückkaufen zu können und ihrem eigentlichen Inhaber zurückführen können.


Die Wirecard Aktie auf Sicht von einem Jahr, deutlich sichtbar der Einbruch von über 160 € auf unter 100 €
Quelle: wallstreet-online.de


Wirecard selbst hat alle Vorwürfe in mehreren Statements zurückgewiesen. Zusätzlich wurde bekanntgegeben, dass ein Mitarbeiters Bedenken gegenüber der konzerneigenen lokalen Rechts- und Compliance-Abteilung “wegen angeblicher Handlungen eines Mitarbeiters “des Finanzteams von Wirecard in Singapur” Anfang letzten Jahres äußerte. Bei der im Raum stehenden Summe handelte es sich um Gesamtumsätze von 6,9 Mio. Im Anschluss an Interviews mit dem betreffenden Mitarbeiter, habe sich die Compliance Abteilung dazu entschieden zur weiteren Untersuchung eine unabhängige Compliance-Kanzlei (Rajah & Tann) hinzuzuziehen. Die Ergebnisse der Untersuchung stünden kurz vor dem Abschluss und sollen dann vollumfänglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bislang würden keine Hinweise auf strafbares Verhalten vorliegen.

Wirecard AGAnzahl AktienKurs (bei Erstellung des Artikels)
Marktkapitalisierung
Quelle: https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/2000/aktie.html123.565.586 115,00€14,21 Mrd. €


Chancen

Der Zahlungsdienstleister Wirecard ist weder ein allzu junges Unternehmen und noch erst seit ein paar Jahren auf dem Markt vertreten. Vielmehr vollzug man bereits in 2000 den Börsengang.

Das Wachstum bis dato ist beachtlich. Dies spiegelt sich auch im AKtienkurs wieder. Hätte man beispielsweise am 25.Oktober 2001 für 1.000 € Wirecard Anteile gekauft, wären diese heute ungefähr 208.927,60 € wert. Dies entspräche einer jährlichen Rendite von 36%. Hätte man die in dieser Zeit erhaltenen Dividenden noch reinvestiert beliefe sich die Summe sogar auf 221.882,48 € mit einer beeindruckenden Rendite von 22.089,67 % bei über 17 Jahren Haltedauer.


Die Wirecard Aktie auf Sicht von 19 Jahren
Quelle: wallstreet-online.de


Doch wie erzielt die, nach eigenen Aussagen, “mit am schnellsten wachsende Plattform diese spektakulären Wachstumsraten?

Basis ist das weitreichende Netzwerk, dass sich Wirecard über die Jahre mit dem B2B2C-Ansatz aufgebaut hat. Zu diesem zählen mittlerweile 40.000 große und mittlere Geschäfte sowie 225.000 kleine Händler. Diese sorgten Stand Ende September 2018 für ein Transaktionsvolumen von 90,2 Mrd. €. Davon entfielen ziemlich genau 50 % auf Europa und 50 % auf den Rest der Welt. Die Transaktionen unterteilten sich in Konsumgüter (48%), Digitale Güter (33,5%) und Reise sowie Mobilitätstransaktionen (18,5%).

Doch zurück zur Frage wie Wirecard genau Geld verdient. Vereinfacht ausgedrückt: Händler akzeptieren in der Regel unterschiedliche Bezahlmöglichkeiten (wie z.B. Paypal oder Kreditkarten wie Mastercard und Visa) die jeder Kunde von seinem Kauf im Online Store kennt. Dies bedeutet auch, dass der einzelne Händler mit jedem der Zahlungsanbieter einzeln einen Vertrag abschließen muss (und dies für jedes Land). Die Folge ist ein hoher organisatorischer Aufwand. An dieser Stelle kommt Wirecard ins Spiel, mit seiner hauseigenen Plattform die Zahlungen unterschiedlichsten Ursprungs aktzeptiert und verabeitet. Problem gelöst, sozusagen.

Doch die Plattform von Wirecard versucht noch mehr Themenbereiche und Dienstleistungen rund um den mobilen (über Smartphones), stationären (klassisch im Laden) und online Zahlverkehr (über den Laptop oder PC) wie möglich abzudecken und diese verschiedenen Datenströme auf der eigenen Plattform zu verarbeiten und aufzubereiten. Diese decken dabei die Transaktionen an sich, wie auch die Analyse der Daten, ein eigenes “Risk Management“, B2B Geschäfte, eine eigene Mobile Banking App (“boon”), Loyalitätsprogramme und sogar Call Center Aktivitäten ab. Profitieren soll der Kunde unter anderem durch eine geringere Anzahl an Zahlungsausfällen und einen besseren Überblick über das Konsumverhalten der Kunden. Wirecard selbst verdient an jedem dieser Umsätze Geld in Form von Provisionen. Diese Provisionen sind dabei an sich nicht besonders hoch. Wirecard lebt von der Masse an Transaktionen die tagtäglich über die Plattformen abgewickelt werden.

Im Rahmen von Kreditvergaben bietet der Konzern zusätzlich, z.B. bei der Bezahlung mit Kreditkarte, dem Shopbetreiber die Möglichkeit, dass diesem das Geld unmittelbar gutgeschrieben wird, Wirecard muss das Geld vorstrecken und es dann selbst über den Kunden zurückholen. Dazu verfügt man über eine Voll-Bankenlizenz und ist in der Lage Kreditkarten auszugeben.

Wirecard konnte zudem, als einer der ersten Anbieter, das Acquiring (also die Abwicklung der Kartenzahlungen für den Händler) sowie das Issuing (sprich die Herausgabe von Karten) aus einer Hand anbieten. Dieses Vorgehen bringt Vorteile, da es 1-2 Stellen aus der Handlungskette überflüssig macht und Kartenzahlungen so schneller und mit höherer Zuverlässigkeit abgewickelt werden können.

Kunden und Partnerschaften sind vielfältig und reichen von überwiegend in Deutschland bekannten Marken wie Villeroy & Boch über internationale Schwergewichte wie IKEA, SAP, VISA und Mastercard. Neue Partnerschaften werden dabei in regelmäßigen Abständen bekannt gegeben (zuletzt unter anderem die Partnerschaften mit Alipay und Google Pay. Dabei versprechen genau diese Partnerschaften mit den chinesischen Bezahldiensten Alipay und WeChat Pay eine besondere Phantasie. Schließlich nimmt die Besucherzahl chinesischer Touristen in Europa immer weiter zu.

Woher stammen nun aber die massiven Wachstumsphantasien die mit Wirecard einhergehen?


„Alles, was wir bis jetzt erreicht haben, ist meines Erachtens nur ein müder Abklatsch dessen, was wir in den nächsten zehn Jahren erreichen können“, zitiert der Spiegel Wirecard-Vorstandschef Markus Braun auf der Bilanzpressekonferenz von Wirecard im letzten Jahr.

Quelle: https://etailment.de/news/stories/Mobiles-Bezahlen-nimmt-Fahrt-auf-21910#


Da wäre zum einen die Tatsache, dass man mit Mobile Payment auf einem der größten Wachstumsmärkte weltweit unterwegs ist, man profitiert zudem von der zunehmenden Digitalisierung, dem Wachstums des E-Commerce und dem Übergang von Barzahlungen auf bargeldloses Zahlen. Alle genannten Entwicklungen werden durch die weitere Verbreitung von Smartphones und immer schnelleren Internetverbindungen zukünftig weiter unterstützt. Wirecard kommt dabei die hohe Anzahl an Transaktionen zugute, da man stark vom viel zitierten Skaleneffekt (economy of scale) profitiert. Das bedeutet, je mehr Umsätze über die Wirecard Plattform abgewickelt werden, desto stärker zieht auch das Ergebnis an. Hintergrund: für die Abwicklungen der Zahlungen sind zu einem großen Anteil Algorithmen zuständig. Menschliches Zutun oder allzu große zusätzliche Kosten der Produktion fallen weg. Laut Aussagen von Wirecard selbst werden nach wie vor 80-85 % der Transaktionen weltweit mit Bargeld bezahlt, wohingegen 15-20 % elektronisch abgewickelt werden. Von diesen seien erst 8-10 % voll digitalisiert.

Der sowohl im Dax wie auch im TecDax notierte Konzern ist jedenfalls zielstrebig was die Formulierung seiner Ziele angeht. So soll im Zuge der Vision 2025 der Konzernumsatz auf über 10 Mrd. € steigen (2018 betrug dieser noch 2,1 Mrd.) was einer weiteren Verfünffachung in 7 Jahren gleich käme. Ebenso solle im Zuge dessen, das EBITDA 3,3 Mrd. € übersteigen. Gleichzeitig soll die Umwandlung der Umsätze in Free Cash Flows wieder über 65 % liegen.

Gelingen soll dies mit der Konzentration auf zwei Kernthemen. Zum einen soll die Wirecard Plattform weiterhin den Handel über verschiedene Kanäle (also z.B. physische Standorte und konträr über Mobilgeräte ermöglichen). Zweitens möchte man sich auf die Servicepalette konzentrieren und über den Einsatz von Daten die Umsätze von Einzelhändler weiter verbessern


Management

Bereits seit 2002 leitet Dr. Markus Braun die Geschicke rund um Wirecard. Der Aufstieg seither war rasant, dem CEO sind über die MB Beteiligungsgesellschaft mbH 7,05 % der Aktien zuzurechne, was ihn gleichzeitig zum Milliardär macht.

Im Folgenden Video spricht CEO Braun selbst über seine Visionen der Digitalisierung:


Risiken

Kurzfristige Risiken könnten sich weiterhin durch die (nach Ablauf der Sperrfrist) möglicherweise auftretenden Leerverkäufer ergeben. Auch zukünftig könnten kritische Artikel sowie Shortseller das Unternehmen begleiten.

In einem Worst Case Szenario würden aufgestellte Behauptungen oder verstärkte Medienpräsenz an dem Image des Fintechs kratzen. Das dürfte dann potenziellen Geschäftspartnern missfallen, leben insbesondere Zahlungsdienstleister von Ihrem Ruf. Aktuell ist ein solches Szenario jedoch nicht absehbar. Laut Angaben von Wirecard selbst, wandern nur etwa 1% der Kunden wieder ab, sobald sie sich für den Service entschieden haben.

Ein weiterer Punkt der Risikobetrachtung ist die potenzielle Konkurrenz. An dieser Stelle sei vor allem der niederländische Wettbewerber Adyen genannt, welcher ebenfalls rasant wächst. An dieser Stelle reiht sich das ebenfalls rasant Wachsende amerikanische Pendant Square ein. Darüber hinaus bieten die großen bekannten Player wie Apple, Google, Tencent etc. längst ihre eigenen Bezahlsysteme. Wie kann Wirecard hier also bestehen? Zum einen muss beachtet werden, dass Wirecard mit genannten “Techgiganten” mit Vorliebe Kooperationen abschließt. Zum anderen bezeichnet CEO Dr. Markus Braun den Markt des mobilen Bezahlens selbst als noch in den Anfängen (“Der Markt ist embryonal“, Interview Capital 08.02.2019). Als Begründung liefert er hierfür, dass nur 20 % aller Bezahlvorgänge digital abgewickelt werden und deshalb genug Platz für mehrere Player bestünde. Zudem dürfte sich Wirecard mit seinem Rundum-Angebot an Dienstleistungen von den Wettbewerbern abheben. Teil der Strategie ist es, dass man als Plattform komplett offen agiert und sich somit potenziellen Mitbewerbern nicht verschließt sondern im Gegenteil die Zusammenarbeit sucht (z.B. funktioniert die App boon bankenunabhängig). Mögliche Konkurrenten müssten zudem Jahre in den Aufbau einer vergleichbaren Plattform investieren.

Eine von ihren Technologien abhängige Firma wie Wirecard ist zudem jederzeit den Gefahren von Hackerangriffen ausgesetzt. Sollten diese Prozesse oder hochsensible Daten angreifen könnte ein Reputationsschaden entstehen. Für Wirecard spricht, dass es noch keinen erwähnenswerten Vorfall gegeben hat.

Zu guter letzt leben die Marktführer im Bereich der Zahlungsabwicklung von ihren technologischen Vorsprüngen. Gelingt es Wirecard nicht hier stehts zu den Technologieführern zu gehören, wäre es nur eine Frage der Zeit bis Konkurrenten links und rechts vorbeiziehen. Wirecard investiert nach eigenem Bekunden große Kapazitäten in die ständige Weiterentwicklung der Technologien.



Bewertung

Bereits Ende Januar konkretisierte der Vorstand die Geschäftszahlen für 2018. Unter dem Strich standen ein starkes Umsatzwachstum (+40 %) und ein Zuwachs im EBITDA von +38 % auf 568,3 Mio €. Hervorzuheben ist dabei das starke organische Wachstum. Bei den berichteten 9 Monatszahlen betrug der Anteil des organischen Wachstums am Umsatz über 28 % und am EBITDA sogar über 34 %.

Für 2019 liegt die Guidance für das EBITDA bei einem Zielkorridor von 740 bis 800 Mio €. Sollten die 800 Mio. EBITDA erreicht werden, würde dies eine (fast) Verdoppelung (!) des EBITDAs von 2017 (412,6 Mio. €) auf 2019 bedeuten.

Analystenschätzungen sagen für 2019 im Mittel ein EBITDA von 776 Mio. € sowie ein Nettoergebnis von 504 Mio. € voraus. Bei 123,56 Mio. Aktien entspräche dies einem Ergebnis pro Aktie (EPS) von 4,11 € oder einem KGV von ca. 28 bei einem Kurs von 115 €. Bereits kommendes Jahr 2020 würde sich das KGV auf 20 reduzieren und im Folgejahr 2021 beträge es aufgrund des rasanten prognostizierten Wachstums nur noch schätzungsweise 15.

Dabei notierte Wirecard in der Vergangenheit, aufgrund des immer schon starken Wachstums, auf einem anderen Bewertungslevel. Das Jahr der Shortattacke (in 2016) ausgeklammert, beträgt das durchschnittliche KGV der letzten 5 Jahre in etwa 40.

In einem Best Case Szenario, könnte die Aktie von Wirecard also in 2020 bei einerseits, dem Erreichen der Analystenprognosen und andererseits, dem (Wieder-)Zugeständnis des Markts des historischen 40-er Multiples bei 222€ stehen. Sollten weiterhin Wachstumsraten bei Umsatz und EBITDA von annähernd 40 % erzielt werden, erschiene mir persönlich ein KGV zwischen 30-40 zwar ambitioniert aber fair.

Besonders ins Auge fallen auch die hohe Margen die Wirecard (auch im Vergleich zur Konkurrenz erzielt. So beträgt die prognostizierte Umsatzrendite (EBIT/Umsatz) für 2019 starke 24,5 % sowie die Nettomarge beeindruckende 19 %. Der Anteil des Cash Flow zum Umsatz beträgt ebenfalls starke 22 %.

Wie bei stark wachsenden Unternehmen üblich, wird das erwirtschaftete Geld lieber im Unternehmen selbst behalten um damit Investitionen tätigen zu können. Nichtsdestotrotz zahlt Wirecard bereits eine Dividende. In 2018 betrug diese eher symbolische 0,18 €.

Interessant ist allerdings das Dividendenwachstum. So soll sich die Dividende nach Schätzungen in 2022 bereits verdoppeln. Würden die starken Wachstumsraten von Wirecard sich zukünftig etwas abflachen wäre es gut denkbar, dass ein größerer Anteil des Jahresgewinns für Ausschüttungen genutzt wird


Meine persönliche Einschätzung

Dass es sich bei der Aktie von Wirecard nicht um ein risikoloses “Witwen und Waisenpapier” handelt, dürfte selbstredend sein. Persönlich rechne ich auch weiterhin mit einer sehr stark ausgeprägten Volatilität in der Aktie.

Dass Wirecard sich mit seinem Geschäftsbereich in einem hochgradig agilen und sich rapide verändernden Markt bewegt und sich selbst als “Innovationsführer in der digitalen Finanztechnologie” bezeichnet, ist dabei Chance und Risiko zugleich. Risiko weil die Entwicklungen in regelmäßigen Abständen überprüft werden müssen und Chance weil der Markt rapide wächst und damit auch Umsätze und Ergebnisse der im Markt aktiven Unternehmen. Nach Aussagen von Wirecard werden nach wie vor 80-85 % der Zahlungen weltweit mit Bargeld abgewickelt, was Raum für starkes Wachstum der digitalen Bezahlvarianten lässt. Laut Statista soll sich das weltweite Volumen von mobile payment von 2016 auf 2021 verachtfachen. Derzeit scheint Wirecard mit seinen Technologien den Nerv der Zeit zu treffen, diese Entwicklung gilt es genau weiterzuverfolgen.

Ebenso erscheint die Aktie aktuell sowohl historisch als auch auf Basis des prognostizierten Wachstums derzeit attraktiv bewertet.

Der Großteil der Analysten sieht Wirecard als einen Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 203€. Das Management scheint ebenso überzeugt, so kauften die Vorstände Alexander von Knoop (999 Stück zu 111€, am 07.02.), Jan Marsalek (1.000 Stück zu 110€ am 07.02.) sowie Hr. Dr. Braun (8.000 Stück zu 130,00 € am 21.11.2018).

Schlussendlich hoffe ich eine gute Ausgangsbasis dafür geliefert zu haben, dass sich jeder Leser aufgrund nun folgender, eigener Überlegungen und Recherchen eine eigene Meinung zur Aktie bilden kann. Abschließend die Frage an euch euch, liebe Leser: wie seht ihr die Wirecard Aktie? Lasst es mich wissen und schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.

Quellen

https://de.marketscreener.com/WIRECARD-454356/

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/wirecard-ermittlungen-gegen-financial-times-journalisten-16047237.html

https://www.wallstreet-online.de/

https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/3150/finanznachrichten.html?newsID=1750711https://ir.corestate-capital.com/websites/corestate/German/3000/publikationen.html

https://www.dgap.de/dgap/News/?newsID=1100045

https://www.finanzen.net/schaetzungen/Wirecard

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wirecard-ceo-markus-braun?article_onepage=true

https://www.dgap.de/dgap/News/?newsID=1100045

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/omni-channel-management-54201

https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/wirecard-und-zatarra-ermittler-sehen-manipulation-als-erwiesen-an-1027795167

https://etailment.de/news/stories/Mobiles-Bezahlen-nimmt-Fahrt-auf-21910#

https://www.insider-alarm.de/wirecard-insidertrades/

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6 Kommentare

  • andreas

    hallo,

    da haben sie den investmentfall wirecard aber sehr schön präsentiert. hohem risiko stehen hohe chancen gegenüber. ich bin selbst investiert und glaube an das unternehmen. der jetzige rauch wird sich in paar wochen legen. viel hoffnung setze ich in den abschlussbericht von rajah & tann. wenn der einigermassen positiv ausfällt, heisst es für wirecard “back to normalcy”. und wenn dann noch das wachstum stimmt die näxten jahre, kann das ding durchaus nochmal ein tenbagger werden…

    • Yannick

      Danke für die positive Rückmeldung.
      Richtig, mit dem Abschlussbericht könnte dann schwarz auf weiß Klarheit herrschen.
      Tenbagger ist eine sportliche Ansage 😉 solange Wirecard wie derzeit weiter Kooperationen am Fließband bekannt gibt und mit den Technologien weiter führend ist bin ich schon sehr zufrieden. Dann folgt der Aktienkurs ganz von allein…

  • Don

    Guter Artikel, vor allem das Geschäftsmodell ist treffend beschrieben. Wer Dr. Braun kennt, der weiss, dass der nur wenig spricht. Aber das hat Hand und Fuss. Die Aufnahme in TecDax und Dax hat er 2 Jahre vorher prognostiziert. Wenn er von verzahnfachung spricht ist das kein Marketing blabla. Ich bin seit 11 jahren investiert. Diese Dramen kümmern mich nicht

    • Yannick

      Auch hier danke für das Feedback.
      Mit dem Verständnis des Geschäftsmodell tun sich ja viele schwer, daher freut es mich wenn der Text gut angenommen wurde.
      Würde Herrn Braun auch nicht als übermäßig gesprächig einordnen. Die Interviews mit ihm sind aber allesamt sehr interessant, zuletzt auch das in der Capital aus dem Februar.
      Die Vision mit 2025 ist sehr sportlich gewählt. Bedeutet aber auch er muss sich sehr sicher sein.

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